SV Grün-Weiß Wernesgrün e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Sparkassen-Vogtlandliga, 6.ST

SG Unterlosa   SV Wernesgrün
SG Unterlosa 4 : 1 SV Wernesgrün
(1 : 0)
1.Mannschaft   ::   Sparkassen-Vogtlandliga   ::   6.ST   ::   29.09.2018 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Sebastian Geßner

Gelbe Karten

Daniel Richter, Martin Götz, Sebastian Geßner

Zuschauer

55

Torfolge

1:0 (18.min) - SG Unterlosa
2:0 (69.min) - SG Unterlosa
3:0 (71.min) - SG Unterlosa
3:1 (87.min) - Sebastian Geßner per Weitschuss
4:1 (93.min) - SG Unterlosa

Enttäuschender Auftritt als Folge

Groß war sie gewesen, die Euphorie aus der Vorwoche. Mit dem umjubelten Sieg gegen den SC Syrau im Rücken, ließ unsere Mannschaft keine Taten folgen. Beim Auswärtsspiel in Unterlosa stand am Ende ein 4:1 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, welches aufgrund der eigenen Möglichkeiten anders hätte aussehen können - wenn nicht sogar müssen! Zerfahren begann die Partie auf dem Rasenplatz der SG. Trotz des hohen Tempos, welches besonders von den vielen jungen Spielern der Hausherren bestimmt wurde, waren ernstere Chancen in den ersten Minuten fehl am Platze. Anfängliche Unsicherheiten in unseren Abwehrreihen machten sich ebenfalls breit. Richtig bitter wurde es allerdings nach ca. 15 Minuten. Spielmacher J. Pöhner verletzte sich ohne gegnerisches Einwirken und konnte nicht mehr weitermachen. Der frühe Wechsel mit S. Rauchfuß sollte für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen. Jedoch nur drei Minuten später erlaubte sich besagte Abwehr einen Fauxpass, der die Führung für Unterlosa bedeutete. Kapitän S. Ahrens unterschätzte und unterlief einen weiten Ball, sodass der Unterlosaer Stürmer durchgehen und flach unten links einschieben konnte. Nun musste mehr von unseren Jungs kommen. Den ersten richtigen Torschuss konnte S. Geßner verbuchen. Jedoch verfehlte dieser links das Ziel. In der 25. Minute wurde ein direkter Freistoß von Z. Uhlik zu zentral geschossen, sodass der Keeper sicher auf der Linie halten konnte. Die vorerst beste Gelegenheit zum Ausgleich wurde von M. Götz verpasst. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte er scharf aber auch minimal am rechten Pfosten vorbei. In der 30. Minute kam es zum zweiten Wechsel auf unserer Seite. Eine weitere Verletzung brachte M. Zahalka für Uhlik ins Spiel. Die frühen Wechsel brachten unserem Team nicht den erhofften Spielfluss, den sie benötigten. Und trotz des hohen Tempos (was von beiden Teams gehalten wurde) und des Einsatzes, brachten wir uns immer mal wieder selbst in Bedrängnis. Dies sind schon Kleinigkeiten wie ein Fehlpass in der Abwehr von M. Schwarz, der die Situation jedoch wieder selbst bereinigen konnte. Die letzte Möglichkeit vor der Pause war ein weiterer Freistoß, diesmal von Ahrens. Knapp über die Latte fand der Ball den Weg ins Fangnetz.

Nach der Pause war eins klar - es musste mehr passieren! Zu ungenügend war der Auftritt unserer Jungs bis dato gewesen. Und es sollte mehr passieren, auch wenn da noch nicht abzusehen war, was wir alles liegen lassen sollten. In der 48. Minute wurde D. Richter in Szene gesetzt und tauchte vor dem Gehäuse auf. Die große Gelegenheit für den Ausgleich verflog aber genauso wie sein Linksschuss am rechten Pfosten vorbei. Ein paar Minuten später erhielt T. Wolf einen Tiefschlag. Die weiterlaufende Situation endete mit einem gefährlichen Abschluss der Hausherren, den J. Hudec mit seinen Fäusten klären konnte. Dann die 57. Minute! Ein weiter Schlag von Schwarz aus der Abwehr flog über den gesamten Platz und landete in den Lauf von H. Lorenz. Letzterer startete alleine aufs Tor zu, schloss aber etwas überhastet ab und vergab somit die riesen Chance zum Ausgleich. In der 62. Minute hätte Unterlosa die Führung ausbauen können. Gegen Wolf und Geßner durchgesetzt, schloss der gegnerische Stürmer aus der Drehung ab und fand in Hudec seinen Meister. Nun wurde die Partie ruppiger und mehr und mehr Hektik brachte sich ein. Die gelbe Karte für Richter war ein Beispiel dafür. Als die 69. Minute anbrach, schwanden auch mehr und mehr die Hoffnungen auf unserer Seite. Nach einem langen Pass in die Spitze war Wolf der letzte Verteidiger gewesen und stellte den Angreifer im Sechzehner zu. Etwas voreilig verließ Hudec sein Tor, sodass der Stürmer über beide lupfen und somit auf 2:0 stellen konnte. Und nur weitere zwei Minuten später hieß es 3:0 für die Heimmannschaft. Der angreifende Stürmer genoss vor dem Strafraum alle Freiheiten und keinen, der ihn richtig anging. So konnte er den heraneilenden Linksaußen freispielen und letzterer unten rechts einschieben. Hatte unser Team bis dahin schon einige gute Chancen liegen gelassen, wurde es in der 81. Minute noch schlimmer. Eine Ecke von Götz fand abermals Lorenz am langen Pfosten. Völlig freistehend schoss dieser aus wenigen Metern den Ball übers statt ins Tor. Zu dem Zeitpunkt hätte es durchaus 3:3 stehen können. Der Anschlusstreffer von Geßner in der 87. Minute kam einfach zu spät (Innenpfostentreffer). Wurde mit Anbruch der Nachspielzeit noch ein Treffer wegen Abseits aberkannt, so kamen die Unterlosaer in der 93. Minute doch noch zum 4:1, da Wolf das Abseits diesmal minimal aufgehoben hat. 

Sich selbst zu schlagen ist möglich. Man hätte hier auswärts drei oder gar vier Tore erzielen können - tat dies aber nicht. Man darf dem Team keinen Vorwurf wegen Einsatz und Willen machen. Die vergebenen, klaren Chancen sprechen allerdings für sich. Kurioserweise treffen beide Mannschaften am kommenden Mittwoch nochmals in Unterlosa aufeinander. Die Auslosung der nächsten Pokalrunde ergab diese Konstellation. Da hat unser Team eine Chance auf Revanche. Und wird diesmal hoffentlich mehr aus seinen Möglichkeiten machen.


Quelle: rwerner
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